Hypnosepunkt Rümlang

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Patientenbericht Spinnenangst, Börse in Oberglatt vom 24.10.2010


    Haarig, schnell, gross, fett – und unberechenbar. Eigenschaften, welche mich meistens zu einer überzeugten Gegnerin von Spinnen machten. Unter der kalten Dusche singe ich lauthals, damit ich die Kälte nicht bemerke. Beim Beseitigen (in die lebende Freiheit, wohlgemerkt) eines grossen, schnellen und unwillkommenen Mitbewohners ging es in dieselbe Richtung, etwas unmusikalischer allerdings. Da ich in meinen eigenen vier Wänden nun auf mich alleine gestellt bin, wollte ich dem ein Ende setzen.
    Durch meinen Vorgesetzten erfuhr ich von Ivo und dessen Hypnosetherapien. Ich hatte zuvor noch nie von dieser Art der Angstbefreiung gehört, war deshalb grundsätzlich interessiert aber auch etwas skeptisch. Übersinnlichem und nicht wirklich Erklärbarem begegne ich allgemein äusserst kritisch. Und eine Hypnose, um meine Spinnenangst zu verlieren, gehörte für mich ein wenig in diese Kategorie. Die Neugierde und Hoffnung, dass ich ja wirklich "geheilt" werden könnte, bewogen mich schliesslich dazu, mit Ivo Kontakt aufzunehmen. Und so landete ich am 24. Oktober an der Reptilienbörse in Oberglatt.
    Für mich sehr beruhigend war das Wissen, dass ich nicht mit den ungeliebten Tieren in Kontakt kommen musste, falls ich dies nicht wollte. Eine Schocktherapie stand also nicht zur Debatte. Und dann ging es los: Beruhigende Musik, eine beruhigende Stimme, und ich versuchte mich zu entspannen. Anfangs etwas schwierig, gelang mir das nach einem kleinen Lachanfall ("Was mache ich hier eigentlich?!") jedoch sehr gut. Die Gedankenreise führte mich durch schöne Gegenden und entspannende Orte, bis in mein persönliches Kino. Zwei Filme wurden hier mit mehrmaliger Wiederholung gezeigt: "Mein bisheriges Verhalten gegenüber Spinnen" und "Wie ich den Tieren in Zukunft begegnen werde". Durch die immer schlechter werdende Qualität des ersten Filmes, und der stets realistischer erfahrenen Situation im zweiten Film, wurde die Vergangenheit sozusagen ausgelöscht und buchstäblich vernichtet – der Vergangenheitsfilm riss entzwei, übrig blieb das gute Gefühl der angstfreien Begegnung mit den Spinnen.
    Mit diesem Gefühl im Bauch näherte ich mich anschliessend den beiden Hausspinnen und der Vogelspinne, welche noch immer gut verschlossen in ihren Kisten sassen. Ich stürzte mich dabei natürlich nicht gleich auf die Tiere und wollte sie unbedingt in die Hände nehmen. Durch Ivos geduldige Art und Vorgehensweise sass die Vogelspinne nach spätestens 10 Minuten jedoch auf meiner Hand – ohne Ekel oder Hühnerhaut meinerseits. Wer hätte das gedacht! Und ich fand es sogar noch spannend und interessant, die Tiere näher zu betrachten und mehr über sie zu erfahren. Den nächsten Zeitschriftenbericht über "Spinnen im Urwald" werde ich somit nicht mehr möglichst schnell durchblättern müssen.
    An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an dich, Ivo, für deine Geduld und Zeit, damit ich hoffentlich auch in Zukunft diese guten Gedanken im Umgang mit den Spinnen nicht verliere.
    Cornelia